Bei Bestandsgebäuden ist eine außenseitige Außenwanddämmung oft nicht durchführbar. Alternativ kann von innen eine Vorsatzschale gestellt werden. Fensterlaibungen und die einbindenden Bauteile müssen bis etwa 1 m Tiefe mitgedämmt werden. Zwischen den umlaufenden Profilen und den Wänden und Decken sollte ein Steinwollestreifen zur Wärmebrückenreduzierung verbaut werden. In Kombination mit einer feuchtevariablen Dampfbremsfolie wird die Konstruktion so vor Feuchtigkeits- und Schimmelbildung geschützt und der winterliche Wärmeschutz + der sommerliche „Hitzeschutz“ werden verbessert.

Achtung: 1/3-Regelung beachten!

Produkte und Materialien:

Montage von Trockenbauvorsatzschalen in 12 einfachen Schritten:

Die UW-Metallprofile mit Abstand zur Außenwand auf dem Boden und an der Decke fixieren. Zur schalltechnischen Entkopplung von den umliegenden Bauteilen ein Schallentkopplungsband / Steinwollestreifen verwenden.

Die CW-Metallprofile mit max. 124,5er Achsmaß in die auf dem Boden und an der Decke angebrachten UW-Metallprofile einstellen, lotrecht ausrichten und mit SUPERFORTE oder einer Nietzange in ihrer Position fixieren.

Zur Vermeidung von Wärmebrücken die SUPERGLASS TRITTSCHALLDÄMMPLATTEN TS – 032 zwischen dem Ständerwerk und der Außenwand vollflächig einsetzen. Dämmstoffdicken gemäß der aktuell gültigen EnEV dimensionieren.

In das Ständerwerk die SUPERGLASS KERNDÄMMPLATTEN KD 4/V – 032 mit dem Vlies zur Außenwand einpassen. Die Dämmung sollte insgesamt mindestens 80 mm stark sein, bei Sichtfachwerkwänden höchstens 50 mm.

Die SUPERBRANTRIO Dampfbremsfolie mit 10 cm Überlappung spannungsfrei und quer zu den Profilen verlegen und mit Klebeband am CW-Metallprofil fixieren. Die beschriftete Folienseite zeigt zum Verarbeiter.

Die Folienüberlappungen der Dampfbremsfolie mit den Klebebändern SUPERCRAL oder SUPERFORTE spannungsfrei und luftdicht verkleben. Staubablagerungen vorher mit einem Tuch abwischen.

Die Anschlüsse der SUPERBRANTRIO Dampfbremsfolie an Durchdringungen und beweglichen Bauteilen mit den Klebebändern SUPERSAN oder SUPERFORTE luftdicht herstellen. Auch mit Fertigmanschetten möglich.

Im Holzrahmenbau zum Anschluss der Dampfbremsfolie an OSB-Platten das SUPERFORTE-Klebeband verwenden. Fugen und Stöße von OSB-Platten können ebenfalls mit dem SUPERFORTEKlebeband luftdicht abgeklebt werden.

Mit dem SUPERGLASS-DICHTKLEBER eine 8 mm dicke Kleberaupe auf die umliegenden Bauteile wie Boden, Decke und Wände auftragen und die Dampfbremsfolie spannungsfrei als Schlaufe gefaltet andrücken.

Danach eine Installationsebene (Zwischenmaß 62 cm) zum Schutz der Dampfbremsfolie und zur Aufnahme von Kabeln und Rohrleitungen anordnen. Zur schalltechnischen Entkopplung ein Schallentkopplungsband auf das Ständerwerk aufkleben.

Den verbleibenden Hohlraum in der Installationsebene mit einer zusätzlichen Querdämmung ausfüllen. Dazu die SUPERGLASS KERNDÄMMPLATTEN KD 4/V – 032 in 62,5er Breite dicht gestoßen in die Konstruktion einpassen.

Abschließend die Innenverkleidung aus OSB- und Gipskartonplatten auf die Installationsebene montieren. Dabei ist darauf zu achten, dass die Platten mit versetzten Stößen angeordnet und Kreuzfugen vermieden werden.

Konstruktionsaufbau:

  1. Schwimmender Estrich auf Trennlage (z. B. SUPERFOL) und TRITTSCHALLDÄMMPLATTE TS
  2. Schallentkopplungsband oder umlaufender Dämmstreifen aus Steinwolle
  3. UW-Metallprofil
  4. CW-Metallprofil
  5. KERNDÄMMPLATTE KD 4/V – 032
  6. SUPERBRANTRIO
  7. TRITTSCHALLDÄMMPLATTE TS
  8. Installationsebene
  9. OSB-Platte, Nut + Feder
  10. Dämmkeil, mit Gipskartonplatte verkleidet/mit Armierung verputzt
  11. Luftdichte Hohlraumsteckdose

Verlegevideo